Ein tödlicher Unfall überschattet das Oktoberfest. Schaustellerpfarrer Sascha Ellinghaus begleitet Menschen, die auf der Wiesn arbeiten, in guten wie in schlechten Zeiten. Er bleibt auch gerade dann an ihrer Seite, wenn der Trubel längst vorbei ist.
Leo XIV. zu Besuch bei der "ältesten Tochter Roms"
Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn Sie diese Zeilen lesen, ist Papst Leo XIV. bereits in Frankreich – dem Land, das wegen seiner frühen Christianisierung gern als "älteste Tochter Roms" bezeichnet wird. Heute sind dort Kirche und Staat strikt getrennt. Umso spannender wird sein, wie dieser Papst in Paris empfangen wird. Erste Eindrücke schildert unsere Korrespondentin am Sonntag in "Glauben Zweifeln Leben" auf Bayern 2.
Bemerkenswert ist auch der Besuch des ersten US-Amerikaners auf dem Stuhl Petri in Metz am Montag – einer Stadt, die mehrfach ihre Zugehörigkeit wechselte, mal deutsch war, mal französisch. Und die Heimat des großen Europäers Robert Schuman (1886–1963), Vorkämpfer der deutsch-französischen Aussöhnung. Für den Katholiken läuft ein Seligsprechungsverfahren.
Im Robert-Schuman-Kongresszentrum will Leo XIV. eine Grundsatzrede zu Europa halten. Das ist kein Zufall. Die Reisen des Papstes senden eine Botschaft: Erst Spanien, jetzt Frankreich – vielleicht irgendwann Deutschland? Leo XIV. sieht Europa als Projekt, das geschützt und gefördert werden muss. Er nimmt Kerneuropa in den Blick und korrigiert damit ein Stück weit seinen Vorgänger Franziskus, der fast schon einen Bogen um das alte Europa gemacht und Europa einst als "unfruchtbare Großmutter" bezeichnet hat.
Es lohnt sich also, genau hinzuhören, wenn Leo XIV. am Montag in Metz zum Thema "An den Wurzeln Europas – für Frieden und Einheit" sprechen wird. Wir werden es auf jeden Fall tun. Und wenn Sie sehen wollen, was durch dieses Projekt Europa möglich wird, empfehle ich Ihnen die STATIONEN-Sendung vom vergangenen Mittwoch.
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